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Datensicherung: eine kleine Übersicht

Sichern Sie Ihre Daten bevor(!) ein Fehler auftritt.

Das neue Jahr fängt ja oft mit guten Vorsätzen an. Bei mir sind das z.B. mehr Sport damit ich dieses Jahr wieder erfolgreich am Firmenlauf in Borgholzhausen teilnehmen kann und natürlich in 2015 endlich den Kampf mit dem Posteingang gewinnen :). Mit der Suchfunktion in Outlook (Strg + E) ist es aber zu verlockend, die E-Mails einfach immer zu finden, als zu sortieren. Das sind aber nur kleine Projekte. Im frischen Jahr ist noch Zeit sich wichtigeren Fragen zu widmen. Eine könnte z.B. sein: “Entspricht die Strategie der Datensicherung noch den aktuellen Anforderungen?”.

Ja, ich weiß. Das Thema Datensicherung ist so attraktiv wie die Steuererklärung. Wir hoffen auch bei jeder Datensicherungslösung die wir einrichten, dass diese nicht zum Einsatz kommen muss. Die letzte Datensicherung wird nämlich nur dann benötigt, wenn vorher irgendwas gehörig schief gegangen ist. Doch gerade jetzt ist die richtige Zeit, sich diesem Thema anzunehmen. Im letzten Jahr sind viele Projekte abgeschlossen worden und der Schreibtisch ist noch nicht wieder so voll.

Welche Möglichkeiten der Datensicherung gibt es?

Man sollte seine Daten mindestens auf eine der verschiedenen Arten sichern, gerne auch mit zwei verschiedenen Methoden. Dabei sollte man immer im Kopf behalten, dass sich eine Datensicherung ähnlich wie eine Feuerversicherung verhält: niemand möchten dieses jemals in Anspruch nehmen, im Fall der Fälle ist man aber froh, wenn man eine hat.

Einfach Kopie auf der Festplatte

Eine Kopie der Daten auf der gleichen Festplatte ist die einfachste Form der Datensicherung. Man hat schnellen Zugriff auf die gesicherten Daten und die Lösung ist einfach zu implementieren. Sollte der Computer aber einmal unverhofft seinen Geist aufgeben, sind die Daten zusammen mit der Datensicherung weg.

Vorteile

  • Schneller Zugriff auf Daten
  • Besser als nichts
  • Günstig

Nachteile

  • Hohes Risiko eines Datenverlustes
  • Speicherkapazität ist schwer zu erweitern
  • Single-Point-of-Failure: Ist die Festplatte kaputt, sind alle Daten zusammen mit der Datensicherung weg

Externe Speichermedien

Der Klassiker der Datensicherungen: die externe Festplatte. Die Daten sind hier physikalisch vom Computer getrennt vorgehalten und die Lösung ist relativ einfach zu erweitern: man kauft einfach eine größere oder zweite Festplatte. Der mobile Datenträger ist aber so einfach wie fehleranfällig. Sollte er einmal runterfallen, weil tragbar, ist die Datensicherung weg. Diese beiden Lösungen haben aber einen gemeinsamen Schwachpunkt: sie sind selten automatisiert. Und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit haben Sie genau die Daten nicht gesichert, die Sie im Fall der Fälle am dringendsten brauchen.

Vorteile

  • Kann relativ einfach erweitert werden
  • Datensicherung ist getrennt von dem Computer

Nachteile

  • Kann teuer werden
  • Hohes Risiko eines Datenverlustes durch Unfall (Festplatte fällt vom Tisch)
  • Nicht automatisiert, wird also gerne vergessen
  • Auch hier: Single-Point-of-Failure

Vollautomatisierte Backups auf wechselnden Speichermedien

Vollautomatisierte Backups auf wechselnden Speichermedien, welche rotierend außer Haus gelagert werden, haben sich zum Standard der ernsthaften Datensicherungslösungen etabliert. Hier werden meist die Daten der letzten zwei Wochen mit einer Kombination aus Vollbackup und inkrementeller Sicherung vorgehalten. Dabei wird z.B. jeden Sonntag ein Vollbackup erstellt und die folgenden fünf Werktage werden als inkrementelles Backup gesichert. Dabei werden nur die Daten gesichert, die sich geändert haben. Das spart zum einen Speicherplatz und zum anderen Zeit.

Vorteile

  • Datenspeicher einfach erweiterbar

Nachteile

  • Datenverlust durch menschliches Versagen möglich (Datenträger müssen gewechselt werden und manuell extern gelagert werden)

Datensicherung in der Cloud

Die Datensicherung in der Cloud kann eine sehr einfache und komfortable Lösung sein. Sie erfüllt dabei gleich mehrere Anforderungen an eine ordentliche Datensicherung: die Daten werden getrennt von dem Computer und außerhalb der Firma gelagert. Die Datensicherung selbst wird dabei auf redundanter Hardware gespeichert: Die Datensicherung selbst ist also nochmal gegen einen Ausfall von Hardwarekomponenten gesichert. Durch intelligente Sicherungsmechanismen werden hier wirklich nur die Datenblöcke verschlüsselt übertragen, die sich geändert haben. So ist z.B. eine tägliche Sicherung der Daten von Mitarbeitern im Außendienst über eine UMTS-Verbindung möglich.

Vorteile

  • Wartung der Hardware wird vom Anbieter übernommen
  • Backups sind unabhängig von Hard- und Software
  • Datenspeicher einfach erweiterbar

Nachteile

  • Je nach Datenmenge schnelle Internetanbindung erforderlich
  • Sie müssen dem Cloud Anbieter vertrauen

Welche Lösung ist denn jetzt die beste?

Das kommt ganz auf Ihre Anforderungen an. Daher ja auch die Frage vom Anfang: “Entspricht unsere Strategie der Datensicherung noch unseren Anforderungen?” Eine Prüfung der Situation kann ja durchaus ergeben, dass der Status Quo allen Anforderungen gerecht wird und keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden müssen. Sie sollten es aber auf jeden Fall einmal geprüft haben oder prüfen lassen. Sicher ist sicher!

Ich schreibe hier regelmäßig über Neuigkeiten und technische Entwicklungen. Darüber hinaus betreue ich auch den Twitter-Account @hosysteme. Als der Ansprechpartner für Marketing und Webseiten beantworte ich gerne auch Ihre Fragen. Folgen Sie mit bei Twitter @elbym oder erreichen Sie mich telefonisch im Büro.